Umgezogen

Mein Weblog ist umgezogen auf christianczaputa.wordpress.com

Powerteaching

Heute bin ich auf eine Lehrstrategie gestoßen, die sich Powerteaching nennt und als ‘grass roots education reform movement’ durch den Philosophie-Professor Chris Biffle sowie die Primarstufenlehrer Jay Vanderfin und Chris Rekstad (alle aus Yucaipa/Kalifornien) 1999 begründet wurde.

“Power Teaching rests upon the principle that teachers at every level share the same difficulties: students lack discipline, background knowledge and fundamental problem solving skills. From kindergarten to college, teachers face students who have difficulty with reading and writing. (…) Our goal is to create peaceful classrooms full of orderly fun. (…) At the root of Power Teaching is a large amount of highly structured, educational tomfoolery. (…) Humor and games are used to increase the number of times students repeat core information and practice basic skills. Our classes are highly disciplined and tightly organized because students have more fun following our rules, than ignoring them.” (http://homepage.mac.com/chrisbiffle/Personal17.html).

Zahlreiche Unterrichtsbeispiele wie dieses finden sich auf Youtube.
Entsprechende Reader zum Konzept und der Umsetzung des PowerTeaching finden sich hier.

Interessante Diskussionen und Erfahrungsberichte zum PowerTeaching finden sich im AtoZTeacherStuff-Forum und Teachersnet-Forum. In letzterem Thread geht es z.B. auch darum, ob die Methode als student-centred/schülerzentrierter Unterricht oder teacher-centred/lehrerzentrierter Unterricht betrachtet werden kann. Überzeugt hat mich das Argument, dass PowerTeaching eine schülerzentrierte Methode sei, nicht:

“(…) I read both your posts. I see what you are saying. The only thing that gives me pause is that you have misdiagnosed Power Teaching. It is a STUDENT CENTERED teaching approach, not teacher centered. The student do the vast majority of the actual teaching to one another, that is what makes it so effective. (…)” (http://teachers.net/mentors/classroom_management/topic4345/7.14.08.16.01.19.html)

Hier liegt wohl auch ein unterschiedliches Verständnis vom Konzept des ’student centred teaching/learning’ vor.

Interessante Strategie zur Disziplinierung und Aktivierung von SchülerInnen. Dennoch ist mir die Methode - unabhängig ihrer in Frage stehenden Wirksamkeit - nicht gerade sympathisch…

Kartenmaterial unter CC-Lizenez (by-sa) verfügbar

Dank des Hinweises von Sebastian Weiß bin ich auf das Angebot von Openstreetmap gestoßen (http://openstreetmap.org). Hierbei handelt es sich um ein Kartenangebot vergleichbar mit Google Maps, das die von zahlreichen Usern mittels GPS-Geräten aufgezeichneten Daten zusammenstellt und diese unter der CC-Lizenz (by-sa: Namensnennung und Weitergabe und gleichen Bedingungen) zur Verfügung stellt. Somit können nun Anfahrtsskizzen, Kartenausschnitte etc. problemlos im Web veröffentlicht werden, sofern alle wichtigen Straßen und Wege des betreffenden Ausschnitts schon erfasst sind… Übrigens haben Sebastian Weiß und Adalbert Niedenzu mit ihrem Lernmodul ‘Geographische Informationssysteme’ bei der Digita-Preisverleihung 2008 den Intel(R) Förderpreis erhalten, womit gesagt werden soll, dass der Kurs wirklich sehenswert ist. Die Fülle von Inhalten zum Thema sind ansprechend und gut verständlich sowie in unterschiedlicher Codierung dargeboten (Fachtexte, Bilder, Grafiken, Videotutorials etc.). Das Lernmodul ist nach Registrierung auf der Fortbildungsplattform Intel(R) Lehren - Aufbaukurs Online unter Fortbildung > Grundlagen > Trainingsmodule > Geographische Informationssysteme zu finden.

ExpertInneninterviews über Skype und PowerGramo aufzeichnen

Heute habe ich ein ExpertInneninterview über Skype(TM) durchgeführt und mit dem Skype(TM)-Recorder PowerGramo (TM) aufgezeichnet. PowerGramo(TM) steht in unterschiedlichen Versionen (basic, standard, professional) mit steigendem Funktionsumfang zum Download bereit. Zum Probieren ist die Software kostenfrei nutzbar; gegen Registrierung und Bezahlung (professional = ca. 35 $) kann sie zeitlich und im Funktionsumfang uneingeschränkt verwendet werden. Die Software verlangt nach Installation und Start den Zugriff auf Skype, den es zu erlauben gilt. Schließlich findet sich im Skype-Menü der Eintrag ‘PowerGramo’ sowie bei den Anrufen- und Auflegen-Buttons rechts unten ein zusätzlicher Button zum Starten und Stoppen der Aufnahmen. Wie bei Audioschnittprogrammen gewohnt, lässt sich diese Funktion auch mit der Leertaste  bedienen. Die (natürlich mit dem Einverständnis der GesprächspartnerInnen) aufgezeichneten Gespräche lassen sich aus der PowerGramo-Anwendung heraus als *.ogg oder *.wav-Dateien exportieren. Sinnvolle Lösung mit einfacher Bedienung und guter Qualität.

Skype-Menü
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Zusatzbutton
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Orientierung an BRT (Bloom’s Revised Taxonomy) bei der Aufgabenstellung

Die BRT (Bloom’s Revised Taxonomy) kann als Orientierung für die Formulierung guter Aufgabenstellungen dienen. Auch wenn sich folgende Planungshilfe noch auf die alte Bloomsche Taxonomie bezieht (= kognitive Prozessstufen sind mit Substantiven statt mit Verben beschrieben und die höchsten beiden kognitiven Prozessstufen sind gegenüber der überarbeiteten Taxonomie noch in alter Reihenfolge - Synthese/Beurteilung statt beurteilen/kreieren), so wird anhand der Beispielaufgaben der letzen Seite (Seite 3) deutlich, wie sich auf dieser Grundlage anregende Aufgabenstellungen verfassen lassen. Vor allem die Aufgaben korrespondierend mit den höheren kognitiven Prozessstufen (analysieren, beurteilen, kreieren) hören sich spannend an. Ein ähnliches Beispiel stellt innerhalb der Materialsammlung der Kurwongbah State School zur BRT das Dokument Investigate a Book the Blooming-Smarts Way dar (via Marc Jelitto http://marcjelitto.de/lernen/taxonomi.htm). Inspirierend!

Intelligente Aufgabenstellungen

Momentan lese ich ‘Trends and Issues in Instructional Design and Technology’ von Robert A. Reiser und John V. Dempsey und bin vom didaktischen Aufbau der Kapitel sehr angetan. Zu Beginn eines Kapitels steht eine Reihe von ‘Knowledge and Comprehension Questions’ - ähnlich einem Pre-Assessment, welche für die wichtigen Konzepte bzw. wesentlichen Aussagen des Kapitels sensibilisieren bzw. zur Überprüfung des Wissenserwerbs dienen. Nach Bearbeitung des Kapitels können die Lernenden wieder zu den Eingangsfragen zurückkehren und diese beantworten. Der Schwerpunkt liegt bei diesen Fragen, die oft auch als Arbeitsaufträge formuliert sind, auf den kognitiven Prozessstufen erinnern und verstehen (nach der Bloom’s Revised Taxonomy: erinnern, verstehen, anwenden, analysieren, beurteilen, kreieren). Am Ende jedes Kapitels finden sich sogenannte ‘Application Questions’, welche auf die Anwendung, Vertiefung und den Transfer des erworbenen Wissens abzielen. Hier stehen die kognitiven Prozessstufen anwenden, analysieren, beurteilen und kreieren im Vordergrund. Neben dieser Struktur, die ich als äußerst hilfreich empfinde, bin ich vor allem von den ‘Application Questions’ begeistert. Die Aufgabenstellungen sind einfach anregend und interessant, so dass es Spaß macht, sich darauf einzulassen. Aus welchem Grund dies so ist, müsste noch genauer analysiert werden. Sicherlich liegt es auch an ihrer Situiertheit und ihrer Problemorientierung und der damit verbundenen Stimulierung der höheren kognitiven Prozessstufen (analysieren, beurteilen und kreieren). Hier einige Beispiele:

1. Gustafson and Branch contend that most early behaviorist writers held far more encompassing theoretical writers held far more encompassing theoretical and philosophic perspectives on behaviorism than that of B. F. Skinner and stimulus-response theory. Using the library, the Internet, and other outside resources, investigate the theories of a well-known behaviorist other than Skinner (e.g. Thorndike or Tichner). Was Gustafson and Branch’s contention correct regarding the theorist you investigated? Explain why or why not?

2. Study the Dick, Cary, and Cary model. There are 10 sequential components to the model as it is presented. Redesign the model three different ways. You may exclude components if you wish or add others you think are missing. Do you think any of the models you have constructed are an improvement over the Dick, Cary, and Carey model? Explain why or why not.

Interessante, anregende - kurz: intelligente - Aufgabenstellungen sind das Salz in der Suppe des Lernens, Motivationsfaktor und treibende Kraft für den Lernprozess. Derartige Aufgabenstellungen finden sich nur leider noch selten in unseren Schulbüchern. Hier dominieren vor allem die Knowledge and Comprehension Questions (erinnern, verstehen und auch anwenden). Warum?

Nanogong - praktisches Moodlemodul für den Sprachunterricht

Das Modul Nanogong (verfügbar auf der Nanogong-Projektseite oder unter Moodle: Modules and plugins) wurde am Department of Computer Science and Engineering an der Hong Kong University of Science and Technology von David Rossiter und Gibson Lam entwickelt. Es ermöglicht im Rahmen der Aktivität Nanogong das Einbinden von Audios, die unmittelbar über das Headset oder PC/Notebook-Mikro aufgenommen werden können. Das Konvertieren und Hochladen des Audiofiles wird nach Beendigung der Aufnahme vom Programm erledigt. TrainerInnen können Aufgabenstellungen als Kombination von Text und Audio anlegen. Entsprechend können die TeilnehmerInnen ihre Antworten zu den Aufgaben als Text und/oder Audio abgeben. Als Einsatzmöglichkeiten sind denkbar:

  • Diktat (LehrerIn liest, SchülerInnen schreiben),
  • Hörverständnistest (LehrerIn liest und stellt Verständnisfragen, SchülerInnen beantworten die Fragen schriftlich oder mündlich),
  • Training korrekter Aussprache (LehrerIn stellt Text ein, SchülerInnen lesen den Text vor, LehrerIn gibt Hinweise zu verbesserter Aussprache),
  • Verbalisierungstraining (SchülerIn soll Problemlösung in eigenen Worten beschreiben),
  • u.v.a.m.

Audiofile über den Editor hinzufügen
nanogong_editor

Aufnahme des Audios
nanogong_aufnahme.jpg

Abspielen des im Text bzw. über den Editor eingebetteten Audios
nanogong_abspielen.jpg

Diese kleine Erweiterung in Moodle bringt eine deutliche Erweiterung der didaktischen Möglichkeiten. Tolles Tool!

Neuer Selbstlernkurs ‘Moodle-Live!1.9′

Unter http://www.edumoodle.at/kurs/course/view.php?id=10 ist ein neuer Moodle-Selbstlernkurs der österreichischen Initiative Edumoodle verfügbar. Der Kurs stammt von David Bogner und besteht überwiegend aus gut gestalteten Videotutorials (’Moodle-TV’) und der Angabe von weiterführenden Ressourcen.

MoodleTV

Videotutorial zur Aktivität ‘Forum’.
Die Kursabschnitte gliedern sich in die Themen:

  • Einführung in die moodle Arbeitsoberfläche
  • Teilnahme an einem moodle Beispielkurs
  • Die ersten Schritte zum eigenen Kurs
  • Arbeitsmaterialien und Aktivitäten anlegen
  • Kursverwaltung und Moderation

Der Vorgängerkurs Moodle-Live zur Version 1.6 von Leonhard Küllinger ist nach wie vor unter
http://www.edumoodle.at/kurs/course/view.php?id=6 zu erreichen.

Beide Kurse sind vom österreichischen Bildungsministerium finanziert. Die Nutzung ist kostenfrei.

MSc Educational Technology

Nach der erfolgreichen Defensio meiner Master These (Didaktische Szenarien und IMS Learning Design - Analyse zur Einschätzung einer Koppelung Didaktischer Szenarien nach Baumgartner und IMS Learning Design) ist nun mein berufsbegleitendes Studium zum MSc Educational Technology (E-Teaching/E-Learning) an der Donau-Uni Krems abgeschlossen. Sehr gerne blicke ich auf die Zeit in Krems, unsere gesamte Studiengruppe und unser Projektteam - in dem wir das Methodentraining für Lehrkräfte www.methotrain.at entwickelten - zurück. Es war eine wunderbare und sehr intensive Zeit, die uns eine fundierte Ausbildung und Professionalisierung im Bereich E-Teaching/E-Learning ermöglichte. Nochmals ‘Danke’ an alle Beteiligten und Verantwortlichen für den guten Zusammenhalt und die serviceorientierte Organisation und Abwicklung des Studiums! Aufgrund der Uploadbeschränkung auf Files <= 1.5 MB innerhalb meines kostenfreien Weblogs, lässt sich die MT hier nicht zum Download bereitstellen. Ich denke es genügt, auf den Weblogeintrag meines Betreuers Univ. - Prof. Peter Baumgartner hinzuweisen, der neben einem Kommentar zur MT auch den Download der Arbeit anbietet. Danke auch hierfür!

librarything.com

Ein spitzen Web2.0-Tool ist die Site librarything.com. Es ist quasi eine Online-Bibliothek, die man sich selbst zusammenstellen kann. Titel können mit einem Klick z.B. direkt über amazon.com aufgenommen und gelistet werden. Attraktiv sind die unterschiedlichen Sichten auf die Büchersammlung, z.B. die Coveransicht. Der interessanteste Teil ist aber nun die “social info”, die basierend auf der eigenen Bücherliste angezeigt werden kann. All jene Nutzer, mit einer Teilmenge der eigenen Bücher, werden gelistet. Man kann z.B. deren Bibliotheken ansehen, interessante Titel per Klick in die eigene Sammlung übernehmen oder auch Kontakt mit den Nutzern aufnehmen (Nachricht hinterlassen). Interessante Kontakte sind so über das verknüpfte Fachinteresse sehr gut möglich. Schön wäre es, wenn sich der Dienst zu einer echten Online-Literaturverwaltung weiterentwickeln würde (inkl. Import/Exportfunktion, Anlegen von Zitaten etc.).